Der Teppich – gesund und sicher
Für unsere Füsse ist der Gang auf Beton, Asphalt und Stein harter Alltag. Darunter leiden aber nicht nur die Füsse, sondern meistens gleich der ganze Körper. Rückenschmerzen und Gelenkschäden sind die unschönen Folgen. Dem Teppichboden wird von Orthopäden die besten Eigenschaften unter allen Bodenbelägen attestiert: Da sich die textile Faserschicht jeder Körperbewegung anpasst, kann das Körpergewicht optimal und gelenkschonend verteilt werden. Auch die Wirbelsäule wird geschont, die Beine ermüden weniger rasch, die Fuss- und Beinmuskulatur und somit die gesamte Durchblutung wird angeregt.
Kurz: Indem ein Teppich dem den Füssen, der Wirbelsäule und der Muskulatur einen federnden Untergrund bietet, wird der ganze Bewegungsapparat entlastet. Laufen Sie deshalb so oft es geht barfuss auf Teppichboden. Barfusslaufen kommt übrigens einer natürlichen Reflexzonenmassage gleich. Ausserdem sind Teppichböden trittfest und rutschsicher.
Vor allem Kinder und Menschen mit Gehproblemen können mit einem fachgerecht verlegten Teppich vor Unfälle geschützt werden und – sollte doch einmal etwas passieren – weich vom Boden aufgefangen werden.
Ausgleichendes Raumklima
Teppiche aus reiner Schurwolle können bis zu einem Drittel des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, ohne sich dabei feucht anzufühlen. Trocknet die Wohnluft wieder etwas aus, gibt der Boden die Feuchtigkeit in die Luft ab. Damit wirkt ein Teppich aus qualitativ hochstehendem Naturmaterial ausgleichend auf das Raumklima aus und kann die gefühlte Lufttemperatur auf ein angenehmes Niveau anheben.
Risiken mit Kleber & Co.
Schlecht gewählte Teppichböden können krank machen. Achten Sie beim Kauf eines Teppichbodens unbedingt darauf, welche Stoffe bei Produktion und Verlegung verwendet werden. Vor allem Kleber können unangenehme oder sogar schädliche Dämpfe absondern, die Wohlbefinden und Gesundheit empfindlich beeinträchtigen. Die meisten Klebergerüche verschwinden jedoch schon nach kurzer Zeit. Beschleunigen Sie dies, indem Sie beim Verlegen und unmittelbar danach, häufig lüften. Zu gesundheitlichen Risiken kann es ausserdem kommen, wenn der Mottenschutz mit dem Teppich, Klebstoff und Untergrund chemisch reagiert und dadurch schädliche Gifte entstehen. Konsultieren Sie eine Fachperson, um solch böse Überraschungen zu vermeiden. Auf Nummer sicher gehen Sie zum Beispiel mit den Materialkombinationen Naturfaser-Nutzschicht, Natur-Latex-Kleber und Naturfaser-Rückenschicht.
Hausstaubmilben
Um zu überleben, benötigen Bakterien und Milben ein speziell feuchtwarmes Klima. Dieses finden sie vor allem im Bett. Fallen Hausstaubmilben (die sich von Staub und menschlichen Hautschuppen ernähren) durch das Aufschütteln von Kissen und Decken auf den Fussboden, sterben sie dort sofort ab, da ihnen dort sowohl Wärme als auch Feuchtigkeit fehlen. Menschen reagieren übrigens nicht auf die Milben selbst allergisch, sondern auf deren Kot. Allergische Reaktionen sind meistens tränende oder juckende Augen, Schnupfen und Niesen. Schlimmstenfalls kommt es zu Husten, Atemnot, Nesselsucht, Ekzeme und allergisches Bronchialasthma. Diese Symptome halten das ganze Jahr über an. Durch die zirkulierende Heizungsluft begünstigt, können sich diese unangenehmen Reaktionen im Herbst und Winter noch verstärken.
Tipps für Allergiker
Pflegen Sie den Teppichboden regelmässig mit einem Staubsauger, der mit rotierendem Bürstenvorsatz und Mikrofilter ausgestattet ist. Ausserdem empfiehlt sich ein halbjährlicher Test auf die Milben- und Allergenkonzentration. Testsets gibt es in Drogerien und Apotheken. Wichtig: Tauschen Sie jeden Monat den Staubsaugerbeutel!
Mottenschutzausrüstung
Um einem Schädlingsbefall vorzubeugen, sind die meisten Teppichböden aus tierischen Garnen mit einem chemischen Mottenschutzmittel (meist sogennante Pyrethroide), versehen. Gebunden an die Wollfaser, gelangen sie nur in unbedenklicher Konzentration in die Luft. Erst eine sehr hohe Konzentration wirkt sich schädliche auf Menschen und Tiere aus. Es empfiehlt sich dennoch, auf ökologisch produzierte Ware ohne chemischen Schutz zurückzugreifen, die meistens eine überdurchschnittlich gute Öko-Bilanz (von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung) aufweisen.