Qualität

Die verschiedenen Holzböden unterschieden sich nicht nur hinsichtlich ihres Äusseren und ihrer Beschaffenheit voneinander, sondern auch im Bezug auf ihre Qualität. Die Wahl eines Holzbodens hängt nicht nur von Art und Weise der Beanspruchung und den räumlichen Bedingungen, sondern auch stark von den finanziellen Möglichkeiten ab.

Oberflächenbehandlung

Wie der Boden oberflächenbehandelt wurde, hängt vom vorgesehenen Einsatzbereich und selbstverständlich auch von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Lackveredelte Oberflächen
Die natürliche Ausstrahlung eines Holzbodens wird am besten mit Lack betont – deshalb wird auch ein Grossteil der Hölzer mit einer Lackversiegelung endbehandelt. Dieser Vorgang hat den Vorteil, dass die individuelle Holzmaserung langfristig nicht von Farbpigmenten verdeckt wird. Neben diesem optischen Vorteil, werden die durch Lack veredelten Oberflächen auch vor Abrieb und Verschmutzung geschützt. Ein lackierter Boden lässt sich sehr leicht reinigen.

Naturgeölte Oberflächen
Der seidenmatte Glanz einer naturgeölten Holzoberfläche ist ästhetisch unvergleichlich und betont die Natürlichkeit des Materials. Die Lebendigkeit der Struktur und Harmonie der Farben können dadurch noch besser zur Geltung gebracht werden. Da diese Oberflächen jedoch anfälliger auf Schmutz sind, bedürfen sie einer besonders sorgfältigen und regel-mässigen Pflege. Dies sollte bei der Wahl von sehr hellen Hölzern unbedingt berücksichtigt werden.

Wohnbiologie
Vor allem aus wohnbiologischer Sicht haben naturgeölte Oberflächen einen hohen Wert. So behandelt, wird der Boden besonders atmungsaktiv, wodurch ein natürlicher Feuchtigkeitsaustausch stattfinden kann, der sich wiederum positiv auf das Raumklima auswirkt.

 

Widerstandsfähigkeit / Brinellwert

Ausschlaggebend für die natürliche Widerstandsfähigkeit eines Holzbodens ist dessen Härte. Diese wird ermittelt, indem eine 10 mm dicke Stahlkugel mit 100kg eine halbe Minute auf den Boden gedrückt wird. Als Brinellwert bezeichnet man die dabei entstandene Drucktiefe. Es gilt: Je höher der Brinellwert, umso härter das Holz.

  • Eiche: ca. 3.7
  • Buche: ca. 3.8
  • Esche: ca. 4.0
  • Ahorn: ca. 4.9
  • Merbau: ca. 4.9
  • Kirsche: ca. 3.0
  • Kiefer: ca. 1.6
  • Birne: ca. 2.6
  • Fichte: ca. 1.3

Als am widerstandsfähigsten gilt der kanadische Ahorn (Brinellwert ca. 4,8), im Gegensatz zur Fichte, aus der sich das weichste Holz produzieren lässt (Brinellwert ca. 1,3). Aber nicht nur die naturgegebene Härte bestimmt die Widerstandsfähigkeit eines Holzes. Auch die Verarbeitungsmethode beeinflusst die spätere Robustheit. Indem zum Beispiel ein mehrschichtiger Acryllack aufgetragen wird, kann die Strapazierfähigkeit eines Bodens erheblich verbessert werden.

Bodendicke
Es empfiehlt sich, vor dem Kauf einige Punkte zu beachten: Sollten Sie einen Holzboden für eine Mietwohnung in Betracht ziehen, könnte ein eher dünner Boden vorteilhaft sein, da in diesem Fall Türen und Schwellen nicht verändert werden müssen. Manchmal kann sogar der alte Bodenbelag als Untergrund für den neuen Parketts dienen, womit Sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld sparen. Soll der Holzboden aber eine langfristige Anschaffung sein, sollten Sie sich auf jeden Fall für einen dicken Bodenbelag entscheiden. Denn je dicker der Boden, desto öfter kann er später abgeschliffen werden. Wählen Sie einen Holzboden, der sich später auch regenerieren lässt. Grundsätzlich stellt ein Parkettboden immer eine lohnenswerte Investition dar, weil er dank seiner langen Lebensdauer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis garantiert. Vergessen Sie auch nicht, dass ein attraktiver Holzboden eine nicht unerhebliche Wertsteigerung ihres Zuhause bedeutet.

Iso-Zertifikat
Das Iso-Zertifikat garantiert, dass die geprüften Produkte den Anforderungen des Qualitätsstandards ISO9001 entsprechen – bei der Produktion wurde also auf Qualitätsarbeit geachtet.