Kauf

Die vielfältige Auswahl an Holzsorten und Formaten mag verwirrend sein. Auch die unterschiedlichen Preise, die Haltbarkeit, Eignung und Erscheinung des Holzes trägt nicht unbedingt dazu bei, dass einem der Kaufentscheid leicht gemacht wird. Am besten, Sie machen sich vor dem Kauf gründlich Gedanken über den konkreten Verwendungszweck. Wägen Sie ausserdem ein Preis-Leistungs-Verhältnis ab, damit Sie später keine bösen Überraschungen erleben.

 

Einsatzbereich

Je härter, desto strapazierfähiger
Überlegen Sie sich, wie in welchem Ausmass der neue Parkettfussboden genutzt werden soll. Wird er besonders stark beansprucht, sollte der Härtegrad des Holzes entsprechend hoch sein. Die Faustregel dazu lautet: Je härter das Holz, desto strapazierfähiger ist der Parkettboden. Bekanntlich ist die härteste Holzart Ahorn. Einige Hölzer sind so robust, dass sie sich sogar als Böden in Werkhallen eignen, die von schweren Maschinen befahren werden. Solchen Belastungen muss Ihr Boden zu Hause wahrscheinlich nicht standhalten. Jedoch sollten Sie nicht vergessen, dass jede Holzsorte ihre eigene Charakteristika aufweist.

 

Massiv- oder Fertigparkett

Massiver Holzfussboden
Häufig wird ein massiver Holzfussboden für robuster gehalten als ein lamellierter Bodenbelag. Dies entspricht jedoch nicht immer der Tatsache. Es gilt: Massivholz-Parkett kann viel öfter abgeschliffen werden als Mehrschicht-Fertigparkett. Um wieviel Millimeter das Fertigparkett abgeschliffen werden kann, hängt jedoch von der Dicke der Nutzschicht ab. Massives Hartholz ist zwar nicht besonders günstig und verlangt unbedingt auch ein professionelles Verlegen, ist dafür aussergewöhnlich schön und besonders dauerhaft.

Fertigparkett
Im Vergleich zu massiven Holzböden sind lamellierte Fussböden formstabiler. Halten Sie sich an die Gebrauchsanweisung, können zwischen den einzelnen Dielen keine Risse entstehen. Dies ist bei massiven Böden öfter der Fall. Um sie noch strapazierfähiger zu machen, werden Holzböden meisten noch mit einer zusätzlichen Lackschicht behandelt. Deshalb treten Verschleisserscheinungen nicht direkt auf dem Holz, sondern auf der lackierten Schicht auf.

 

Allgemein

Unabdingbar ist die exakte Ausmessung des Raums, der mit einem Parkett verlegt werden soll. Zeichnen Sie einen genauen Grundriss und vergessen Sie nicht, Türen und Fenster Millimetergenau einzutragen. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Wahl des Fussbodens sowohl Kunst- als auch Tageslicht haben, da unterschiedliche Lichtbedingungen zu unterschiedlichen Farben führen. Bringen Sie Farben, Deko-Stoffe und Tapetenmuster ins Geschäft mit. Nur so können Sie sicher sein, dass der Holzboden zu Ihrer Einrichtung passt. Am besten aber, Sie fragen nach einem Bodenmuster, das sie bequem nach Hause nehmen können. Falls Sie Ihr Parkettboden im Fachhandel kaufen, gibt es auch die Möglichkeit, ein Beratungsgespräch in Ihren eigenen vier Wänden zu vereinbaren. Dadurch haben Sie die Gelegenheit, vor Ort und in Ruhe den Holzboden auszusuchen, der zu Ihren individuellen Räumen passt.

 

Zubehör

Sollten Sie zu den talentierteren Heimwerkern zählen, dann achten Sie bei der eigenhändigen Verlegung nicht nur auf das passende Holz, sondern auch auf das korrekte Zubehör. Erkundigen Sie sich im Fachhandeln nach Produkten, die sich aufeinander abstimmen lassen. So ersparen Sie sich bei der späteren Arbeit zahlreiche Probleme. Und auch wenn Sie bei der Verlegung ins Schwitzen kommen sollten: Holen Sie sich Rat bei Ihrem Fachhändler, der Sie bei Ihrem Vorhaben gerne unterstützen wird.