Erst durch eine professionelle Verlegung und eine regelmässige Pflege ist die lange Lebensdauer eines Linoleumbodens gewährleistet. Bei der Verlegung muss berücksichtigt werden, dass der Boden aus natürlichen Rohstoffen besteht und entsprechende Materialeigenschaften besitzt. Es empfiehlt sich deshalb, die Verlegung durch eine Fachperson ausführen zu lassen.
Untergrund
Der optimale Untergrund ist staubfrei, fest, eben und – sehr wichtig – trocken. Grundierte Estriche, Holzuntergründe und Gussasphalt sind nicht-saugende und dichte Untergründe. Sie müssen darum bei der Verwendung von Dispersionsklebestoffen in hinreichender Höhe gespachtelt werden. Besonders geeignet sind spannungsarme, zementgebundene Spachtelmassen.
Vor dem Verlegen
Um die verlegefreundlichen Eigenschaften eines Linoleumbodens zu erhalten, muss dieser sachgerecht gelagert werden: nämlich stehend in einem trockenen Raum mit normaler Zimmertemperatur. Mindestens 24 Stunden vor der Verlegung muss das Material in bereits zugeschnittenen Rollen im dafür vorgesehenen Verlegeraum gelagert werden.
Verlegung
Ein Linoleumboden wird üblicherweise vollflächig verklebt. Dazu werden die Bahnen zuerst zurückgeschlagen, um danach den Klebstoff auf den Untergrund aufzutragen. Dann werden die Bahnen Stück für Stück auf das noch feuchte Klebstoffbett gelegt und unmittelbar danach abgedichtet oder angewalzt. Zum Schluss müssen die Nahtstellen mit einem sogenannten Schmelzdraht abgedichtet werde. Die eigentliche Abdichtung wird mit einem Schweissautomaten oder Handschweissgerät ausgeführt. Bevor der Schmelzdraht eingebracht werden kann, muss der Kleber unbedingt gebunden sein.