Allgemeines

Trotz der vielen positiven Eigenschaften, stand Linoleum lange im Schatten der herkömmlichen Bodenbeläge wie Holz oder Stein. Er wurde unverdient mit hässlichen Turnhall- und Krankenhausböden assoziiert. Dabei überzeugt Linoleum nicht nur durch eine besonders lange Haltbarkeit, sondern auch durch zahlreiche optimale Gebrauchseigenschaften und ökologisch unbedenkliche Rohstoffe. In den letzten Jahren hat sich jedoch die Einstellung zu Linoleumböden merklich geändert. Dass mag vor allem am steigenden Umweltbewusstsein der Konsumenten liegen, besteht Linoleum doch zum grössten Teil aus natürlichen und vor allem nachwachsenden Rohstoffen.

Naturprodukt Linoleum
Linoleum gilt dank seiner Rohstoffzusammensetzung als einer der umweltverträglichsten Bodenbeläge. Er beinhaltet natürliche Baumharze, Leinöl, Kork-, Holz- und Kalksteinmehl, Farbpigmente sowie Jutegewebe. Der Boden lässt sich dementsprechend umweltfreundlich produzieren und später ebenso auch entsorgen. Daneben kann Linoleum mit hervorragenden Gebrauchseigenschaften auftrumpfen wie eine lange Lebensdauer, eine ausgeprägte Widerstandsfähigkeit und eine leichte Reinigung.

Herstellung
Linoleum wird aus sogenanntem Linoleumzement hergestellt, der sich aus Holz- und Korkmehl sowie verschiedenen mineralischen Füllstoffen (Kalksteinpulver, Linoleummehl und Farbpigmente) zusammensetzt. Durch einen Kalander wird die Masse auf ein Jutegewebe mit groben Maschen, dem Trägermaterial, aufgetragen und zu zwei Meter breiten Bahnen von 2-4 mm Dicke ausgerollt. In einer speziellen Reifekammer wird der Boden durch eine Wärmebehandlung getrocknet. Dieser Vorgang kann mehrere Wochen dauern. Nach der vollständigen Reifung wird die Oberfläche in einem weiteren Schritt veredelt. Erst dadurch ist der Boden fähig, Schmutz abzuweisen.