Allgemeines

Sie möchten Ihre Wohnräume mit einem preisgünstigen, schnell zu verlegenden, individuell gestaltbaren und stark strapazierbaren Boden verschönern? Ein Laminatboden stellt eine vorteilhafte Alternative zu den gängigen Bodenbelägen wie Teppiche oder Parkettböden dar. Günstiger als Echtholz oder Stein, aber ebenso pflegeleicht und lichtecht, besticht Laminat durch eine beinahe grenzenlose Dekorvielfalt. Kombinieren und gestalten Sie Ihren persönlichen Bodenflächen nach Herzenslust!

Ästhetik

Als optisch reizvoll wird ein Laminatboden vor allem durch seine spezifische Dekorschicht wahrgenommen. „Dekor“ (urspr. frz.) bedeutet nichts anderes als „Ausschmückung“ oder „bunte Verzierung“. Die Oberfläche eines Laminatfussbodens weist Verzierungen auf, die eigentlich bloss die fotografische Reproduktion eines Bildes darstellt. Daher auch die Vielfalt der Oberflächenmuster, die oft täuschend echt wirken und teilweise kaum vom Original zu unterscheiden sind. Aus diesem Grund sind die gestalterischen Möglichkeiten praktisch unbegrenzt. Ob Stein-, Keramik-, Fantasie-, oder Holzdekor: Jeder Wunsch lässt sich dank der heutigen Vielfalt an Laminatprodukten ohne Probleme erfüllen.

 

Material&Aufbau

Aufbau
Laminatfussböden sind aus drei verschiedenen Schichten hergestellt. Die erste Schicht besteht aus dem sogennanten Overlay, der sozusagen mit der Dekorschicht verschmilzt. Als eigentliches Kernstück eines Laminats gilt jedoch die mittlere Schicht: Die Trägerplatte. Beide Schichten werden vom feuchtigkeitsabweisenden Unterboden geschützt. Die drei Schichten zusammen sind wiederum durch Laminat miteinander verbunden.

Overlay
Das „Overlay“ (engl.  für Decke oder Überzug) ist die eigentliche Nutzschicht, eine spezialbeharzte Lauffläche, durch welche der Laminatboden seine pflegeleichte und strapazierfähige Oberfläche erhält.

Dekorschichte
Unter dem Overlay liegt die Dekorschicht aus beharztem Spezialpapier. Dieses ist mit einer fototechnischen Reproduktion eines Musters (Stein, Holz, Fantasiemuster) bedruckt und verleiht dem Boden sein Äusseres.

Kraftpapiere
Dank den harzimprägnierten Kraftpapieren, welche sich zwischen Dekorschicht und Trägerplatte befinden, erhält der Laminatfussboden Stossfestigkeit und eine optimierte Oberflächenhärte.

Trägerplatte
Das Kernstück eines Laminatbodens stellt wie bereits erwähnt die sogenannte Trägerplatte tar. Diese sind in zwei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: Als hochverdichtete Faserplatte, bekannt als HDF-Trägerplatte (High Density Fibreboard), und als mitteldichte Faserplatte, der MDF-Trägerplatte (Medium Density Fibreboard).

Gegenzug
Als Gegenzug bezeichnet man die imprägnierte Schicht, die sich auf der unteren Seite des Bodens befindet. Sie hält Feuchtigkeit aus dem Unterboden ab und sorgt für eine allgemeine Formstabilität. Der Gegenzug wird meistens aus demselben Laminat wie die Oberfläche gefertigt, weist jedoch keine Dekorschicht auf.

Aufbauhöhe
Nicht dicker als 6 bis 8 mm, eignen sich Laminatböden besonders gut zur Renovation, da weder Türen noch Türzargen beim Verlegen auf Altbelägen gekürzt werden müssen. Auch genügt es, beim Verlegen auf Nutzböden eine dünne Unterlage als Trennschicht zur Gehgeräuschdämmung aufzulegen. Die Verlegearbeit wird damit zum Kinderspiel.

Feder&Nut
Unter Feder und Nut versteht man eine seitlich angefräste Profilkonstruktion, welche das Aneinanderfügen der Bodenelemente erleichtert und ausserdem für eine stabile Verbindung sorgt.

Kantenimprägnierung
Nut und Feder werden mit einer Kantenimprägnierung vor eindringender Feuchtigkeit geschützt. Somit kann verhindert werden, dass die einzelnen Bodenelemente unschön an den Kanten aufquellen. Allerdings weisen nur sehr wenige Produkte diese spezielle Imprägnierung auf.

 

Die verschiedenen Ausführungen

Direct Pressure Laminate (DPL)
DPL ist die fachsprachliche Abkürzung für „direkt verpresstes Laminat“. Bei dieser Methoden werden in einem einzigen Arbeitsgang Overlay, Dekorschicht und Gegenzug zu einer Einheit gepresst.

High Pressure Laminate (HPL)
Zu deutsch „Hochdruck-Schichtpressstoff“, werden in diesem Verfahren mehrere harzgetränkte Papier zusammen mit der Dekorschicht und dem Overlay zu einer untrennbaren Einheit gepresst. Diese wird danach auf die Trägerplatte festgeklebt und bildet damit die Oberfläche des Bodens. Auf die Dekorschicht wird unter Anwendung dieses Verfahrens in der Produktion des Gegenzugs verzichtet.